Blut und Honig

 

  

Wolltest dich schmecken

dein süßes Blut

den wilden Honig

in all seiner Schwere

 

Wolltest dich hören

den Klang deiner Stimmen

als Schrei und als Lachen

dein eigenes Echo

 

Wolltest dich fühlen

mit bloßen Händen

wie es wohl ist

als Schwester und Mörderin

 

Wolltest dich sehen

mit deinen eigenen Augen

wie grausam

und wie schön du bist

 

Wolltest dich atmen

von innen und außen

dir nah sein, gewahr sein

und kühler Hauch

 

Und am Ende bist nicht du es, 

die verschwindet

Es ist die ganze Welt

um dich herum

 

Und bist du niemals 

an einem anderen Ort

als HIER und JETZT,

wo du immer schon warst